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Alles über die Ausbildung Dachdecker/in auf den neuen
Seiten: www.ausbildung.dachdeckerinnung-obb.de

Die neue Ausbildungsordnung

Die neue Ausbildungsordnung im Dachdeckerhandwerk wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und trat am 1. August 2016 in Kraft. Die bisherige Ausbildungsform mit 2 Fachrichtungen wird ersetzt durch eine Auswahl an Ausbildungsschwerpunkten. Die wichtigste Änderung kurz zusammengefasst: Betrieb und Azubi legen gemeinsam zu Beginn der Ausbildung einen Schwerpunkt fest, der dann während der Ausbildung vertieft wird. Der Schwerpunkt kann gemeinsam mit dem Azubi geändert werden. Auskünfte geben die Innungen, Landesverbände und Handwerkskammern.

Die neue Ausbildungsform setzt auf einen Schwerpunkt im dritten Ausbildungsjahr. Das bedeutet konkret: Über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren werden alle Auszubildenden inhaltlich gleich ausgebildet. Dann erfolgt über maximal sechs Monate die zusätzliche Vertiefung in einem der fünf Schwerpunkte: Dachdeckungstechnik, Abdichtungstechnik, Außenwandbekleidungstechnik, Energietechnik an Dach und Wand oder Reetdachtechnik.

Bei der alten Ausbildungsform mussten sich die Auszubildenden gleich zu Beginn der Ausbildung zwischen der Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik oder der Reetdachtechnik entscheiden. Defizite entstehen bei der neuen Form nicht, da alle Auszubildenden zweieinhalb Jahren lang die gleiche Ausbildung erhalten.

Der Dachdecker sorgt mit seiner Arbeit für wind- und wetterfeste Gebäude.
Sein Aufgabengebiet umfasst unter anderem:

  • Wärmedämmung an Dach- und Außenwand (Energieeinsparverordnung)
  • Eindecken von Dach- und Wandflächen mit Schiefer, Schindeln, Dachplatten, Pappdocken, Dachziegeln und Dachsteinen
  • Abdichten von Dachflächen, Wand- und Bodenflächen
  • Bekleiden von Außenwänden (Fassaden) mit verschiedenen Materialien (Schiefern)
  • Aufbau von begrünten Dächern
  • Erbauen von Vorrichtungen zur Ableitung von Oberflächenwasser
  • Installation von Solarzellen und Dachfenstern
  • Errichten von Blitzableitern
  • Erstellen von Dachabdichtungen mit Bitumenbahnen, Kunststoffbahnen und Flüssigkunststoff
  • Der Einbau von Dachflächenfenstern und Solaranlagen
  • Die Ausführung von Dachspenglerarbeiten
  • Reparaturen am Dachstuhl

Die Ausbildung

Die Dauer der Ausbildung beträgt in der Regel drei Jahre. Der Auszubildende soll handwerklich begabt sein, keine Höhenangst haben und über eine gute körperliche Konstitution verfügen.

Berufsabitur

HWK-Info zum neuen Berufsabitur